Spieltherapie

 
    Die nicht-direktive Spieltherapie geht vor allem auf die amerikanische Therapeutin Virginia M. Axline zurück, deren Therapiebericht über das Kind "Dibs" diesen Ansatz populär gemacht hat.

Spieltherapie in ihrem Sinn liegt der Gedanke zugrunde, dass in einem Individuum Kräfte am Werk sind, die "unerbittlich nach Selbstverwirklichung drängen". Diese Kräfte fördern Reifung und Entwicklung.

"Zum Wachsen und Reifen braucht das Individuum die Freiheit, es selbst zu sein." Wird dieser innere Drang durch Umwelterfahrungen (Familie, Schule, Lebensbedingungen) gebremst, wird die Energie umgeleitet und gegen sich gerichtet. Kinder haben Probleme und suchen Wege, diese für sich zu lösen, durch Aggression, Verweigerung, Rückzug.

Spieltherapie bietet dem Kind an, neue Wege für die eigene Problemlösung zu finden. Das Spiel als natürliches Mittel zur Selbstdarstellung und die Gegenwart eines zugewandten Therapeuten bieten dem Kind einen neuen Rahmen, um Gefühle wahrzunehmen und neue Handlungsmöglichkeiten, also neue Freiheit zu gewinnen.

Der Therapeut reflektiert dabei das Spiel des Kindes "wie ein Spiegel" und gibt es nicht vor, therapeutisches Handeln orientiert sich am Tempo und den Impulsen des Kindes.